3D-Druck für die Schiene der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH

Person überprüft mit einer Taschenlampe einen 3D-Drucker während des Betriebs durch eine Öffnung, Fokus auf technische Komponenten
22. April 2026 2 min. Lesezeit
3D-Druck für die Schiene der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH

Nicht verfügbare Ersatzteile, lange Lieferzeiten und hohe Lagerkosten gehören zu den größten Herausforderungen im Bahnalltag. Mit dem 3D-Druck der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH – jetzt auch bei uns unter Bahndienstleistungen zu finden - steht nun erstmals auch Unternehmen außerhalb der DB ein erprobter Zugang zur additiven Fertigung offen. Zertifiziert. Bahn-erfahren. Praxisbewährt.

3D-Druck, auch additive Fertigung genannt, ist bei der Deutschen Bahn längst kein Zukunftsthema mehr. Seit über zehn Jahren werden 3D-gedruckte Bauteile, Ersatzteile und Produktionshilfsmittel erfolgreich um- und im Bahnbetrieb eingesetzt.

Diese langjährige Erfahrung ist nun auch über unseren Marktplatz zugänglich, und zwar von der Bauteilanalyse bis zur On-Demand-Produktion, von Kunststoffkomponenten bis hin zu sicherheitsrelevanten Metallbauteilen. Unternehmen profitieren von einer schnellen, flexiblen Alternative zu klassischen Beschaffungswegen – besonders bei obsoleten, selten oder kurzfristig benötigten Teilen.

Der Einstieg in die digitale Ersatzteilversorgung war noch nie so einfach. 3D-Druck als Dienstleistung der Deutschen Bahn verbindet Fertigung mit gezielter Unterstützung entlang der gesamten Lieferkette, unter anderem durch:

  • Bewertung der 3D-Druck-Eignung von Bauteilen
  • Digitalisierung und Aufbereitung von Bestands- oder Altteilen
  • Material- und Verfahrensauswahl
  • Unterstützung bei Tests, Nachweisen und Freigaben
  • Bedarfsorientierte On-Demand-Produktion

Kernstück des Services: Sowohl Arbeitsprozesse als auch die hauseigene additive Fertigungsstätte sind nach DIN EN ISO/ASTM 52920 zertifiziert– dem umfassenden Industriestandard für additive Fertigung. Zum Einsatz kommen unter anderem flammfeste Hochleistungskunststoffe und Metalllegierungen, die den hohen Anforderungen des Bahnsektors – etwa nach DIN EN 45545 – entsprechen. Auch kleine Losgrößen oder Einzelteile lassen sich wirtschaftlich realisieren. So lassen sich Ersatzteile flexibel bereitstellen, Lieferketten entlasten und Kapitalbindung senken.

3D-Druck im Bahnbetrieb: Praxisbeispiele aus der Anwendung (Auszug)

Obsolete Ersatzteile – dringend benötigt 

Additiv gefertigte Aluminium-Handgriffe an Sitzplätzen sorgen für sicheren Halt der Fahrgäste. Wenn das Originalersatzteil nicht mehr beschaffbar ist, stellt der 3D-Druck die Verfügbarkeit, Fahrgastsicherheit und -komfort kurzfristig wieder her.

Mehr Sicherheit im Fahrgastbereich

3D-gedruckte Schutzringe, etwa für Notrufknöpfe in Berliner S-Bahnen, verhindern unbeabsichtigte Fehlalarme. Eine kleine Komponente mit großer Wirkung: weniger Betriebsstörungen, mehr Systemstabilität – wirtschaftlich umgesetzt auch bei kleinen Stückzahlen.

Produktionshilfsmittel, die Zeit und Geld sparen

3D-gedruckte Montage-, Bohr- und Klebeschablonen sichern reproduzierbare Qualität und verkürzen Montagezeiten deutlich. Montagezeiten lassen sich so um bis zu 75 % reduzieren und teure Nacharbeiten werden vermieden.

Digitale Ersatzteile statt voller Lager

Additive Fertigung ermöglicht es, Ersatzteile digital vorzuhalten und erst bei Bedarf zu produzieren. Das senkt Lagerkosten, erhöht die Flexibilität und macht Unternehmen unabhängiger von langen Lieferketten – ein klarer Vorteil für Betreiber, Werkstätten und Instandhalter.

Die Zukunft der Ersatzteilversorgung ist digital – und sie beginnt hier und jetzt.